Wie erklärt man etwas, das man nicht sehen kann?
Wie erzählt man von Quanten, ohne dass es kompliziert klingt?
Und wie wird aus einer Idee ein fertiger Wissenschaftsclip?
Genau diesen Fragen sind 19 Kinder zwischen 8 und 12 Jahren in unserem kostenfreien Winterferien-Workshop »Scenes & Science« vom 03.02. – 05.02.2026 nachgegangen. Drei Tage lang wurde geforscht, diskutiert, experimentiert, gefilmt, geschnitten und am Ende Premiere gefeiert.
Denn Wissenschaftskommunikation begegnet uns heute überall: auf Social Media, in Videos, Podcasts oder im Fernsehen. Creator wie Mai Thi Nguyen-Kim oder Checker Tobi zeigen, wie komplexe Inhalte kreativ, humorvoll und verständlich aufbereitet werden können. Genau das wollten auch unsere Teilnehmenden ausprobieren und wurden selbst zu jungen Wissenschaftsvermittlern und Kommunikatorinnen.
Wissenschaft verstehen und verständlich machen
Gemeinsam mit der Wissenschaftskommunikatorin und Quantenphysikerin Luisa Esguerra Rodriguez, dem Videografen David Gauffin und unserer Tüftlerin und Projektleitung Hendrieke Voss tauchten die Teilnehmenden in die Welt der Wissenschaftskommunikation ein. Sie analysierten gelungene Beispiele und entwickelten ein Gespür dafür, was gute Vermittlung ausmacht.
Dabei bekamen die Teilnehmenden nicht nur einen ersten Einblick in die Quantenphysik, sondern trainierten auch Medienkompetenz, Teamarbeit, kritisches Denken und Präsentationsfähigkeit – Schlüsselkompetenzen für eine zunehmend digitale und wissenschaftsgeprägte Welt.
Einstieg in die Quantenwelt mit Experimenten zum Anfassen
Quantenphysik klingt erstmal abstrakt. Doch im Workshop wurde sie greifbar. Mit einfachen, praktischen Experimenten näherten sich die Kinder den Grundlagen dieser Zukunftstechnologie.
Was bedeutet Superposition? Warum sind Quanten für moderne Technologien so relevant? Wie können Zukünfte mit Quanten aussehen?
Statt trockener Theorie gab es Aha-Momente, Diskussionen und jede Menge Neugier. Ein 8-Jähriger Teilnehmer stellte staunend fest: »Wirklich komisch, dass alles aus Quanten besteht, sogar Quanten!«
Vom Skript zum Storyboard
Schnell entstanden die ersten Filmideen. In kleinen Teams übernahmen die Teilnehmenden konkrete Rollen: Regie, Kamera, Ton, Schnitt, Skript, Bild.
Sie entwickelten eigene Konzepte und überlegten: Was ist unsere Kernbotschaft? Wie erklären wir Quanten in 30–60 Sekunden? Welche Bilder und Metaphern helfen beim Verstehen?
Die Ideen wurden in Storyboards übersetzt: Szene für Szene geplant, Perspektiven festgelegt und Übergänge durchdacht.
Ideen werden Bilder
Aus dem TüftelLab wurde auf einmal ein Filmstudio: Kameras aufbauen, Perspektiven ausprobieren, Szenen drehen, noch einmal drehen und gemeinsam entscheiden, was am besten wirkt. Die Kinder tauchten dabei nicht nur in Kameraarbeit, Ton und Schnitt ein, sondern experimentierten begeistert mit Green Screen, Stop Motion und eigenen Illustrationen.
Gleichzeitig wagten sie sich an große Fragen der Quantenwelt: Was bedeutet Unschärfe? Wie funktioniert Verschränkung? Was ist Superposition? Schritt für Schritt und Schnitt für Schnitt verwandelten sie diese komplexen Ideen in kreative Geschichten und starke Bilder.
Am Ende war volle Konzentration gefragt: schneiden, nachvertonen, Musik auswählen, Übergänge gestalten. Während einige am Feinschliff arbeiteten, entwickelten andere Moderationen und Animationen weiter. So entstanden fünf originelle Kurzfilme über Quantenphänomene und Zukunftstechnologien.
Filmpremiere mit Applaus
Der feierliche Abschluss: eine kleine interne Premiere mit Familien und Freund*innen. Die Aufregung war spürbar, als die Filme auf der großen Leinwand gezeigt wurden. Es wurde gelacht, gestaunt und kräftig applaudiert.
Scenes & Science hat gezeigt: Kinder können komplexe Themen nicht nur verstehen, sie können sie auch kreativ und präzise vermitteln. Und vielleicht steht hier schon die nächste Generation von Wissenschaftskommunikatorinnen und Videografen in den Startlöchern.

Projektteam »Quantum Career«
Hendrieke Voss
Projektleitung
Ella Zickerick
Kommunikationsdesign
Markus Clausing
Konzeption & Lehre
Joan-Carolin Paetz
Learning Design