Junge Tüftler Junge Tüftler PISA – Historischer Tiefstand oder Chance? 

PISA – Historischer Tiefstand oder Chance? 

Am 08. September 2026 wurde die neue PISA-Studie mit den Ergebnissen aus dem Erhebungsjahr 2025 veröffentlicht. Damit steht fest: Es ist die schlechteste Leistung für Deutschland seit Beginn der Erhebung.

Was ist die PISA Studie?

  • PISA steht für „Programme for International Student Assessment“ und ist die größte internationale Schulstudie. Alle drei Jahre werden die Kompetenzen von 15-Jährigen in mehr als 90 Ländern untersucht. Im Mittelpunkt stehen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. An der aktuellen Erhebung nahmen weltweit mehr als 760.000 Schülerinnen und Schüler teil. In Deutschland wurden rund 6.700 Jugendliche an etwa 250 Schulen aller Schularten der Sekundarstufe getestet.

Leistungsstarke Bildungssysteme machen vor allem eines anders: Sie steuern kontinuierlich und systematisch nach anstatt auf einzelne große Reformen zu setzen.

Lernen in der digitalen Welt

Auch die erstmals im Bereich “Lernen in der digitalen Welt” erhobenen Ergebnisse zeigen, dass deutsche Schulen noch immer nicht ausreichend die Kompetenzen ausbilden, die es schon jetzt und in Zukunft braucht. Hier liegen wir unter dem OECD-Durchschnitt und weit entfernt von der Weltspitze.

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Lernen in der digitalen Welt

  • Mit PISA 2025 wird der Blick erstmals auf zwei zusätzliche Bereiche erweitert: die Fremdsprachenkompetenz und das Zusatzmodul „Lernen in der digitalen Welt“. Das neue PISA-Zusatzmodul richtet den Blick auf Kompetenzen, die für eine digitale Gesellschaft entscheidend sind: modellbasiertes Problemlösen und der kompetente Umgang mit digitalen Werkzeugen. Es geht darum, digitale Technologien nicht nur zu bedienen, sondern sie eigenständig, kritisch und kreativ zum Lernen, Verstehen und Gestalten einzusetzen. Die vollständigen Ergebnisse zum Lernen in der digitalen Welt werden 2027 erwartet.

Gerade in diesem Bereich, der exemplarisch für die dringend benötigten Zukunftskompetenzen steht, wird sichtbar, dass eine reine Ausstattung mit technischer Hardware nicht zum Erfolg führt. Es braucht eine strukturelle und kontinuierliche Fortbildung von Lehrkräften, um diese mit den neuen Herausforderungen und Chancen nicht alleine zu lassen. Denn das “Lernen in der digitalen Welt” geht weit über die Beschaffung von Hardware hinaus und auf die klaffende didaktische Lücke gibt es noch zu wenig Antworten. Außerschulische gemeinnützige Bildungsakteure sind besonders gut darin innovative Ansätze zu entwickeln und für Schulen umsetzbar zu machen. Um erfolgreiche Konzepte flächendeckend zu implementieren, müssen diese Teil der strategischen Ausrichtung der jeweiligen Bundesländer werden.

Neue Allianzen als Schlüssel für zukunftsfähige Bildung

Das TüftelLab Team hat in Bezug auf die Ergebnisse eine klare Haltung und Vision, wie die Ergebnisse bei der nächsten Erhebung besser ausfallen könnten:

Wir können mehr

Die Basiskompetenzen müssen ebenfalls besser werden, aber sie reichen bei weitem nicht aus. Wenn der Wirtschaftsstandort Deutschland und die Gesellschaft in eine gute Zukunft gehen wollen, dann muss unser Anspruch an Bildung stimmen: Wir sollten Weltspitze sein, nicht unterer Durchschnitt. Insgesamt ist das TüftelLab davon überzeugt, dass man das als Deutschland schaffen kann, aber dafür muss man anfangen, anders zu handeln.

Das Potenzial außerschulischer Akteure

Schule muss systemisch neu gedacht werden, wenn es das System aktuell nicht schafft, aus eigener Kraft zukunftsfähige Antworten zu finden. Das belegt der stetige Abwärtstrend. Außerschulische Akteure halten Lösungsansätze bereit, die endlich flächendeckend genutzt werden sollten. Um das zu schaffen, muss “Schule systemisch neu gedacht werden. Jetzt braucht es außerschulische Akteure und Allianzen, die die jeweilige Fachexpertise mitbringen und Konzepte nicht nur erproben, sondern auch skalieren können”, so Sabrina Konzok, Geschäftsführerin des TüftelLab der Junge Tüftler gGmbH.

Neue Allianzen für zukunftsfähige Bildung – Die neue TüftelAllianz

Außerschulische Akteure sind besonders gut darin, innovative Ansätze zu entwickeln und für Schulen umsetzbar zu machen. Aber für eine wirksame Skalierung braucht es Allianzen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und gemeinnützigen Bildungsorganisationen.
Daher ruft das TüftelLab Team zum Kick-Off am 24.September 2026 die neue TüftelAllianz ins Leben, deren Ziel ist es, Maker Education und damit Zukunftskompetenzen systemisch zu verankern und die nächste Generation von Tüftlerinnen und Tüftlern zu bilden.
Deutschlands Erfolg basiert auf innovativen Ideen von vielen mutigen Machern und Macherinnen, die diese Ideen Realität werden lassen. Um darauf auch in Zukunft bauen zu können, braucht es eine zukunftsfähige Bildung, die auf die Chancen und Herausforderungen vorbereitet und die entsprechenden Zukunftskompetenzen vermittelt.

Woran arbeitet das TüftelLab

Das TüftelLab der Junge Tüftler gGmbH arbeitet als gemeinnützige Bildungsorganisation seit mittlerweile 10 Jahren daran Maker Education und Makerspaces in das Bildungssystem zu integrieren. Mit 4 eigenen Makerspaces und zahlreichen Partnerstandorten sowie unserem “TüftelLab Schule” Programm sind sie mittlerweile deutschlandweit das größte Making-Angebot. Durch Maker Education sollen fächerübergreifend Lern- und Lehrsettings verändert werden und Schulen so befähigt werden “Lernen in der digitalen Welt” auch wirklich umzusetzen.

Pressekontakt

Sabrina Konzok
TüftelLab der Junge Tüftler gGmbH
E-Mail: presse@junge-tueftler.de

Hier (PDF) findet ihr unsere gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundesverband Innovative Bildungsprogramme.

Quellen

Den Link zur Pisa Studie findet ihr hier:
https://www.oecd.org/en/publications/pisa-2025-assessment-and-analytical-framework_86c36975-en.html

Den Link für die Ergebnisse für Deutschland:
https://www.oecd.org/en/publications/pisa-2025-results-volume-i-country-notes_2d4ff9ea-en/germany_44abd042-en.html  

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