Junge Tüftler Junge Tüftler ISuMiS: Internetsicherheit und Medienkompetenz in Schulen

ISuMiS: Internetsicherheit und Medienkompetenz in Schulen

Gemeinsam mit dem Fraunhofer FOKUS, der HTW Berlin und dem Fraunhofer IAIS (bis Sommer 2024) entwickelte ISuMIS neue Wege, um IT-Sicherheit und Datenschutz für junge Menschen greifbar und verständlich zu machen.

Was ist ISuMIS?

Digitale Medien sind selbstverständlicher Teil des Alltags von Kindern und Jugendlichen – doch die Risiken von Tracking, Datenhandel oder unsicheren Apps bleiben oft unsichtbar. Hier setzte das dreijährige Forschungsprojekt ISuMiS – Internetsicherheit und Medienkompetenz in Schulen an. Gemeinsam mit dem Fraunhofer FOKUS, der HTW Berlin und dem Fraunhofer IAIS (bis Sommer 2024) entwickelte das Projekt neue Wege, um IT-Sicherheit und Datenschutz für junge Menschen greifbar und verständlich zu machen.

 

Projektziel

Im Mittelpunkt stand ein spielerischer, praxisnaher Fokus: Mit dem Playful Learning und Makereducation Ansatz entstanden analoge und digitale Lernmaterialien, mit denen Lernende zentrale Themen des Datenschutzes, der Datensparsamkeit, des Funktionierens der Online-Werbeindustrie und möglicher Schutzmaßnahmen selbst entdecken konnten. Ziel war es, abstrakte Risiken sichtbar zu machen und Jugendliche zu befähigen, digitale Werkzeuge bewusst, sicher und verantwortungsvoll zu nutzen.

ISuMiS richtete sich an Jugendliche im Alter von 12 bis 14 Jahren und bezog bewusst auch ihr Umfeld mit ein – Schule, Familie und Alltag. So stärkte das Projekt nicht nur Medien- und IT-Sicherheitskompetenzen, sondern förderte nachhaltige Auseinandersetzung mit digitalen Herausforderungen weit über den Unterricht hinaus.

Frame 271

Please accept marketing-cookies to watch this video.

Ergebnisse des Projekts

Im Rahmen des Forschungsprojekts wurden Kokreationsworkshops mit Lernenden und Lehrkräften durchgeführt. Es entstand ein Prototyp einer digital-didaktischen ISuMiS-Box als Hardware- und Servergehosteter Variante mit mehreren, modularen Lerneinheiten. Die Lerneinheiten umfassen Warm-Ups, Videos, analoge und digitale Spiele. Ergänzend findet sich pädagogisches Begleitmaterial zur selbstständigen Durchführung in der Schule oder außerschulischen Lernorten, wie Makerspaces. Die Materialien wurden an Pilotschulen getestet und evaluiert.

Im Projekt sind zentrale Bausteine entstanden, die Schulen langfristig unterstützen können.

Workshops

Workshops mit Lernenden und Lehrkräften

Mithilfe von Kokreationsworkshops wurde die Zielgruppe frühzeitig in den Entwicklungsprozess eingebunden. Am Ende des Projekts wurden die entstandenen Materialien mit teilnehmenden Pilotschulen getestet und evaluiert.
Isumisbox

Entwicklung der ISuMiS-Box als Prototyp

Kernbestandteil des Projekts war die Entwicklung der ISuMiS-Box. Als Hardware- und Servergehostete-Variante bietet sie eine modular aufgebaute Lernplattform mit digitalen Spielen.
Datenhandler

Datenhandel-Spiel

Beim Datenhandelspiel schlüpfen die Schülerinnen und Schüler in die Rolle von Werbeunternehmen. Sie entwickeln personalisierte Anzeigen für definierte Zielgruppen, nehmen an einem Online-Auktionsprozess teil und verstehen wie datengetriebene Werbeplatzvergabe im Internet funktioniert.
Cybermaster

Cybermaster-Spiel

Bei dem Cybermaster-Kartenspiel stoßen die Schülerinnen und Schüler auf typische Datensicherheitsrisiken aus dem Alltag. Mithilfe von Schutzmaßnahmenkarten entwickeln sie gemeinsam Strategien wie sie ihre Daten am besten schützen können.
Meinungskompass

Der Meinungskompass

Bei dem „Meinungskompass“ bekommen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Fallbeispiele gezeigt, bei denen personenbezogene Daten auf unterschiedliche Weise genutzt und teils missbraucht wurden. Durch Aufstellen im Raum reflektieren sie gemeinsam, wie sie die Situationen einschätzen und bewerten.
Geschichte des Tracking

Geschichte des Tracking

Bei der “Geschichte des Tracking” ordnen die Schülerinnen und Schüler zentrale Ereignisse aus der Geschichte des Internets, der sich entwickelnden Onlinewerbeindustrie und aufkommender Datenschutzgesetze zeitlich ein. So werden historische Zusammenhänge und Entwicklungen nachvollziehbar.
Dark Pattern Game

“Dark Pattern”-Spiel

Beim “Dark Pattern”-Spiel lernen die Schülerinnen und Schüler manipulative Designstrategien in Cookie-Bannern kennen. Durch das Nachspielen verschiedener Klickpfade wird erfahrbar, wie Nutzende zur Datenfreigabe bewegt werden und wie sich solche Mechanismen umgehen lassen.
Datensammler

Datensammler-Spiel

Bei dem digitalen Spiel “Datensammler” hinterlassen die Schülerinnen und Schüler Daten-Fußspuren im Netz. Sie lernen, wie daraus Online-Profile und Zielgruppen-Cluster gebildet werden können.
Handysimulationsspiel

Handysimulationsspiel

In dem Handysimulationsspiel “Sebastian, Amira und Kay auf dem Weg zu mehr Datensparsamkeit” begleiten die Schülerinnen und Schüler die drei Protagonistinnen in Alltagssituationen, in denen sie unnötig viele Daten preisgeben. Indem die Schülerinnen selbst Einstellungen auf einem Handybildschirm ändern, helfen sie ihnen ihre Daten wieder besser zu schützen.
Trackingscanner

Trackingscanner

Der Tracking-Scanner macht gewöhnlich unsichtbare Datenflüsse im Netz sichtbar. Die Schülerinnen und Schüler können selbst echte Website-Adressen eingeben und sehen, an welche Drittunternehmen die Daten beim Besuch der Website weitergeleitet werden.

Das Projektteam

Robi sagt hallo

Holger Schlosser

Fraunhofer FOKUS, Innovationsmanagement

Andrea

Andrea Herold

ehemals Fraunhofer IAIS

Andrea Herold ist Informatikerin und Expertin für digitale Bildung. Als Roberta-Coach integriert sie Robotik, Programmieren und KI interdisziplinär in den Unterricht und begleitet Schulen, Medienzentren und Ministerien bei Fragen zu Datensouveränität, Datenschutz und dem sicheren Einsatz digitaler Werkzeuge.
Portraitfoto von Sebastian Breu.

Sebastian Breu

Fraunhofer FOKUS, HTW Berlin

Sebastian Breu ist Fachdozent und Experte für IT-Sicherheit und Datenschutz. Er entwickelt praxisnahe Lern- und Schulungsformate für Schulen und Organisationen, übersetzt komplexe Cyberrisiken in verständliche Übungen und begleitet die Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen. Zuvor war er in IT-Sicherheitsberatung und Security-Operations tätig.
Laura

Laura Liegener

Junge Tüftler gGmbH

Laura ist Medienwissenschaftlerin und Informatikerin. Was sie wirklich antreibt: Komplexe Themen so aufzubereiten, dass junge Menschen sie kreativ und spielerisch erleben können. Bei den Jungen Tüftlern ist sie leitend, konzipierend und durchführend unterwegs – unter anderem zu den Themen Zukünfte denken, Datenschutz und Berufsorientierung.
Hendrieke

Hendrieke Voss

Junge Tüftler gGmbH

Hendrieke plant, konzipiert und realisiert Workshops und Lernformate im Bereich KI und Quanten und sorgt dafür, dass komplexe Themen für Kinder greifbar werden. Sie hat Informatik studiert, viele Jahre als Entwicklerin gearbeitet und eine Weiterbildung in Medienpädagogik absolviert. Diese Mischung aus technischer Erfahrung und pädagogischer Grundausbildung nutzt sie, um Lernangebote praxisnah und spannend zu gestalten.
Maria Ines scaled

María Ines Gonzales

Junge Tüftler gGmbH

Inés hat Bildungswissenschaften studiert und verfügt über Erfahrung in der digitalen Bildung, wobei sie Kurse und Lernspiele für Zielgruppen jeden Alters entwickelt hat. Bei der “Junge Tüftler gGmbH” ist sie für das Community Engagement im KiezLab zuständig, organisiert Community-Events und ist Ansprechpartnerin für den Makerspace, in dem sie auch manchmal Workshops mit Kindern und Community Mitglieder anbietet.
 Außerdem entwickelt sie Bildungsmaterialien und Workshops zu KI, Klimaschutz und Datenschutz.

Unsere Kooperationspartner

Wir bedanken uns herzlich bei unseren Kooperationspartnern, mit denen wir das Projekt ISuMIS erfolgreich umgesetzt haben.

Fraunhofer Fokus 1

Das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS in Berlin erforscht und entwickelt angewandte Lösungen rund um Digitalisierung und Vernetzung. FOKUS unterstützt Wirtschaft und öffentliche Hand entlang des gesamten Entwicklungsprozesses verteilter Systeme, von Analyse und Beratung über Machbarkeitsstudien bis zu Technologieentwicklung, Prototyping und Pilotierung. Schwerpunkte liegen u. a. in digitaler Vernetzung, digitalem Staat, Sicherheit/Zertifizierung sowie KI und resilienten IT- und Kommunikationssystemen. FOKUS bringt Forschung schnell in die Praxis und arbeitet dafür eng mit Behörden, Unternehmen und Verbänden zusammen.

Hinweis: Fraunhofer FOKUS ist weder Herausgeber des Mediums, noch anderweitig haftungsbegründend. 

Fraunhofer IAIS 1

Das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS gehört zu den führenden Einrichtungen für angewandte KI-Forschung in Deutschland und Europa. Rund 350 Mitarbeitende entwickeln KI‑gestützte Lösungen für Behörden, Organisationen und Unternehmen aus den Branchen Finanzen & Recht, Gesundheit, Handel, Industrie & Automotive, Medien und dem öffentlichen Sektor. Daneben reicht das Angebot von digitaler Transformation, Generativen KI-Modellen und intelligenter Prozessautomatisierung über KI-Prüfung und -Absicherung bis hin zu Nachhaltigkeits- und Resilienzstrategien. Ergänzend gibt es KI-Weiterbildungsprogramme für verschiedenste Fachrichtungen und Kenntnisstände.

Hinweis: Fraunhofer IAIS ist weder Herausgeber des Mediums, noch anderweitig haftungsbegründend.

HTW Berlin 2

Die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin) ist eine der größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Berlin. Sie verbindet Lehre, praxisnahe Forschung und Transfer in Bereichen wie Informatik, Ingenieurwesen, Wirtschaft, Design und Kultur. Mit interdisziplinären Projekten, modernen Laboren und enger Zusammenarbeit mit Unternehmen, Verwaltung und Zivilgesellschaft entwickelt die HTW Berlin anwendungsorientierte Lösungen und qualifiziert Studierende für die digitale und nachhaltige Transformation. Besonderen Wert legt die HTW Berlin auf konkrete Praxisnähe, Projektlernen und die Umsetzung neuer Technologien in reale Anwendungsszenarien.

Vielen Dank an unseren Förderpartner

logo bmftr internet in farbe de

Dieses Projekt wurde durch die Förderrichtlinie “Forschung agil” des BMFTR finanziert.

Please accept marketing-cookies to watch this video.